Jahrespflegeplan für Rasenflächen in Hausgärten


Monate

Düngemittel

Beschreibung

Dosierung

März/April
Erster Schnitt,
je nach Witterung

STARTERDÜNGUNG:
Rasen-Floranid
Basatop-Sport
Floranid permanent
Floranid NK
Floranid N32

FÜR EIN SCHNELLES WACHSTUM:
Nitrophoska perfekt
Rollrasen-Dünger
Bodenaktivator
Rasaflor
Hornamon


mineralischer Langzeitdünger
Stickstoff-Langzeitvolldünger
mineralischer Langzeitdünger
phosphatfreier Langzeitdünger
Stickstoff-Langzeitvolldünger



Blaukorn
organischer Dünger
Hilfsstoff zur Bodenbelebung
organischer Langzeitdünger
organisch-mineralischer Volldünger


40 g/m²
50 g/m²
50 g/m²
40 g/m²
50 g/m²



40 g/m²
50 g/m²
150 g/m²
100 g/m²
35 g/m²



Mai/Juni
Mähen 4-6 cm
alle 7 Tage

ERHALTUNGSDÜNGUNG:
Rasen-Floranid
Basatop-Sport
Floranid Permanent
Floranid NK
Rollrasen-Dünger
Rasaflor


mineralischer Langzeitdünger
Stickstoff-Langzeitvolldünger
mineralischer Langzeitdünger
phosphatfreier Langzeitdünger
organischer Langzeitdünger
organischer Langzeitdünger


40 g/m²
50 g/m²
50 g/m²
40 g/m²
50 g/m²
100 g/m²



Juli
Mähen 4-6 cm
alle 7 Tage;
Beregnen bei Bedarf
10-15 l/m²

August

ERHALTUNGSDÜNGUNG:
abhängig vom
Ausbringtermin der
1. Erhaltungsdüngung




Dünger wie vor

September
Mähen 4-6 cm
alle 7 Tage;
Beregnen bei Bedarf
10-15 l/m²

BEI ORGANISCHER DÜNGUNG:
Rollrasen-Dünger
Rasaflor
Bodenaktivator



50 g/m²
80 g/m²
80 g/m²



Oktober
Mähen 4-6 cm
alle 7 Tage;

VORRATSDÜNGUNG:
damit der Rasen gut über den
Winter kommt und im Frühjahr
schneller grün ist
Floranid Permanent
Rasaflor
Rollrasendünger





mineralischer Langzeitdünger
organischer Langzeitdünger
organischer Langzeitdünger





50 g/m²
50 g/m²
50 g/m²



November
letzter Schnitt
ca. 4 cm




Probleme mit dem Rasen ???



Probleme

Maßnahmen

Befall von Ameisen:
Starker Ameisenbefall kann bei sandigem Boden und humusschwachen Böden auftreten. Leider ist eine Bekämpfung nicht erlaubt. Eine Abwanderung und Reduzierung ist daher anzustreben.


Düngen Sie Ihren Rasen mit ca. 15 g/m² in 2 Gaben pro Jahr, anschliessend bewässern. Der Einsatz von Präparaten mit den Wirkstoffen Chlorphyritos oder Trichlorion ist möglich.



Verfilzter Rasen:
Im Laufe der Zeit - insbesondere wenn das Schnittgut auf der Fläche verbleibt, entsteht ein Rasenfilz aus lebendem und totem Pflanzengewebe. Die Filzbildung wird weiterhin gefördert durch saure Bodenreaktion, schlechte Durchlüftung und Bodenverdichtung, langsamen Wasserabfluß, stark wachsender Gräser und Überdüngung mit Stickstoff in Verbindung mit Vielschnitt.


Jedes Frühjahr sollte dieser Rasenfilz durch Vertikutieren entfernt werden. Vor dem Vertikutieren muß der Rasen kurz geschnitten werden und die Schnittreste entfernt werden. Damit Ihr Rasen wieder in voller Pracht erscheint, empfiehlt es sich in Verbindung mit dem Vertikutieren eine Nachsaat zur Verjüngung der bestehenden Narbe.



Hirse im Rasen:
Man unterscheidet bei den Hirsen verschiedene Typen. Es gibt Arten, die recht hoch wachsen und solche, die fast ausschließlich in Rasenneuanlagen vorkommen, da sie meistens mit dem Oberbodenmaterial mit eingeschleppt werden. Gerade in jungen Ansaaten verbreitet sie sich daher sehr schnell. Sie bevorzugt sandigere Böden und ist, da es sich um einjährige Unkräuter handelt, im zweiten Jahr meistens von alleine verschwunden.


Da die Hirse zu den Gräsern gehört, ist eine generelle Bekämpfung auf der gesamten Fläche mit chemischen Mitteln nicht möglich. Durch häufigen Schnitt kann man die hochwachsenden Sorten recht schnell bekämpfen. Die rosettenartigen Typen sollten durch Ausstechen beseitigt oder durch Beschattung zurückgedrängt werden.



Klee im Rasen:
Klee, insbesondere Weißklee, ist ausdauernd und kommt vor allem auf frischen und nährstoffreichen Lehmboden vor. Er breitet sich mit kriechenden Stengeln aus, die sich an den Knoten neu bewurzeln können Die Blüten sind rosa bis weiß und erscheinen vom Frühling bis zum Herbst.


Als mechanische Bekämpfung sollte man den Rasen höher aufwachsen lassen und anschließend sehr tief mähen, um den Klee zu schwächen und zurückzudrängen. Die gezielte Düngung mit Stickstoff und die häufige Wiederholung fördern den Erfolg. Sollte dies jedoch nicht ausreichen, bleibt nur die Möglichkeit den Klee chemisch zu bekämpfen.



Moos im Rasen:
Moos im Rasen ist nicht, wie häufig angenommen, die reine Frage eines sauren pH-Wertes im Boden, sondern wird u.a. durch folgende Bedingungen gefördert: Staunässe infolge Bodenverdichtung oder fehlende Dränage. Unzureichende Abtrockung in Schattenlagen, andauernde Taubildung, Nährstoffmangel, insbesondere Stickstoff, häufiger Tiefschnitt unter 2 cm.


Zunächst sollte versucht werden, das Moos durch Abstellung der aufgeführten Mängel bzw. durch Pflegemaßnahmen zurückzudrängen. Zudem empfiehlt sich unterstützend eine Düngung mit schwefelsaurem Ammoniak um die Moosbildung darüber hinaus einzuschränken. Ansonsten ist die Bekämpfung von Moos mit Präparaten, wie z.B. Eisen II Sulfat vorzunehmen.



Unkraut im Rasen:
Die Zahl der im Rasen vorkommenden Unkräuter ist vielfältig. Man muß zwischen Unkräutern, die direkt nach der Einsaat und denen die im Laufe der Zeit erscheinen unterscheiden. Erstere zählen meist zu den Zweikeimblättrigen und verschwinden nach den ersten Rasenschnitten von selbst. Die Wurzelunkräuter, die im Laufe der Zeit erscheinen, sind schlechter aus der Fläche zu bekommen. Die häufigsten Ursachen dafür sind einseitige Nährstoffversorgung, problematische Wasserführung, falsche Schnitthöhe- und häufigkeit und vor allem ein hohes Unkrautpotential im angedeckten Oberboden.


Viele Unkräuter reagieren empfindlich auf häufigen Schnitt und können dadurch zurückgedrängt werden. Rosettenartige Unkräuter können zudem durch vertikutieren geschädigt werden. Neben weiteren unkrautspezifischen vorbeugenden Maßnahmen wie gezielte Düngung, verbesserte Wasserführung usw. hilft in vielen Fällen nur die gezielte Bekämpfung mit Herbiziden.



Letzte Änderung: 10.02.2005